Fremdsprachenvermittlung in Kita, Grundschule und Sekundarbereich: Ein integrierter Ansatz

Die Diskussion um die Weiterentwicklung des Fremdsprachenunterrichts in Deutschland wirkt dann diffus und inkohärent, wenn z.B. die Frühvermittlung in der Grundschule isoliert für sich ohne Bezug zum Sekundarbereich betrachtet wird. In den entsprechenden Konzeptionen sollte nicht nur gefordert werden, daß Primar- und Sekundarbereich integriert werden müssen. Es muß auch dargestellt werden, wie das geschehen soll und ob die gesteckten Ziele tatsächlich erreicht werden. In diesem Sinne wird in diesem Beitrag folgendes Modell besprochen: Die erste zusätzliche Sprache (L2) wird in bilingualen Kindertagesstätten eingeführt und im Primarbereich kontinuierlich und intensiv durch Immersion (IM) weiter gefördert. Ab der Sekundarstufe I wird von der normalerweise für die erste Fremdsprache vorgesehenen Stundenzahl nur eine oder zwei tatsächlich für die L2 eingesetzt. Gefördert wird sie vor allem, indem sie immersiv in bestimmten Fächer als Unterrichtssprache verwendet wird. Der bilinguale Unterricht (BIU) jetziger Prägung für die Sekundarstufe I wird beibehalten, allerdings für die zweite zusätzliche Sprache (L3). Die Funktionsweise und die Leistungsfähigkeit dieses Modells wird am BIU in Schleswig-Holstein und am Verbund von Kita und Grundschule in Altenholz/Kiel illustriert.

Perspektivenhefte Bilingualer Unterricht. Hannover: Schrödel

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