Die Erprobung von deutsch-englisch bilingualem Unterricht in Schleswig-Holstein: Ein erster Zwischenbericht

Seit Herbst 1991 läuft in Schleswig-Holstein die Erprobung deutsch-englisch bilingualen Unterrichts, wissenschaftlich begleitet durch eine Arbeitsgruppe des Englischen Seminars der Universität Kiel unter Leitung von Henning Wode. Zu den Zielen dieser Begleitung gehört es u.a., durch wissenschaftliche Untersuchungen einen Beitrag zur Klärung dessen zu leisten, weshalb bilingualer Unterricht zu so guten Fremdsprachenkenntnissen führt, welche Aspekte der Fremdsprache besonders vom bilingualen Unterricht profitieren und welche weniger, und wie diese Erkenntnisse zur Weiterentwicklung des Fremdsprachenunterrichts genutzt werden können. Dabei kommt es längerfristig darauf an zu ermitteln, ob es möglich ist, über bilingualen Unterricht nicht nur eine Fremdsprache pro Schüler, sondern zwei oder mehr zu fördern. Dieser Zwischenbericht skizziert die Vorgeschichte der Unterrichtserprobung in Schleswig-Holstein, die zugrundeliegende Konzeption, die Ziele und das Design der geplanten wissenschaftlichen Evaluierung sowie einige Ergebnisse der ersten Pilotuntersuchungen zu den ersten beiden Jahrgängen. Obwohl die Ergebnisse ganz im Trend dessen liegen, was man erwarten würde, muß es zunächst vorrangig um die Entwicklung und Erprobung der erforderlichen Instrumentarien und Verfahrensweisen gehen.

Wode, H., Burmeister, P., Daniel, A., Kickler, K.U.   Knust, M. (1996). Zeitschrift für Fremdsprachenforschung 7, 15-42.